Yusuf Estes - Mein Weg zum Islam

Discussion in 'Deutsch - German' started by ibn azem, Mar 12, 2007.

  1. ibn azem
    Offline

    ibn azem Super Moderator Staff Member

    Joined:
    Jul 27, 2006
    Messages:
    1,257
    Likes Received:
    6
    Trophy Points:
    0
    Gender:
    Male
    Occupation:
    muslim
    Location:
    The small Earth
    Ratings Received:
    +20 / 0
    :salam2:


    Yusuf Estes - Mein Weg zum Islam




    Viele Menschen fragen mich, wie ein christlicher Priester zum Islam konvertieren könnte, wo man doch über den Islam und die Muslime nur schlechtes hört. Ich möchte mich für das Interesse an meinem Lebensweg bedanken und meine Geschichte etwas offenlegen. Diese Abhandlung basiert Großteils auf einem Brief, welchen ich an einen christlichen Freund geschrieben hatte, der mir genau diese Frage stellte.


    Wie es geschah:

    Mein Name ist Yusuf Estes und ich bin Vorsitzender der „American Muslims", unterstützt von einigen Organisationen hier in Washington DC. Wir halten Vorträge und ich freue mich über die Arbeit in interreligiösen Diskussionen mit Rabbinern, Politikern und christlichen Priestern. Unser primäres Ziel ist es die reine Botschaft des Islams zu vermitteln. Obwohl der Islam das Christentum bald als größte Weltreligion abzulösen scheint, so gibt es viele Menschen deren Wissen über den Islam äußerst mangelhaft und mit Vorurteilen behaftet ist.

    Ich wuchs in einem streng christlichen Elternhaus im Mittelwesten auf. Unsere Familie und deren Vorfahren waren es die sämtliche Kirchen und Schulen in dieser Gegend errichtet hatten. Noch in der Grundschule übersiedelten wir nach Houston, Texas (1949). Wir besuchten regelmäßig unsere Kirche und im Alter von zwölf Jahren wurde ich getauft. Als Jugendlicher faszinierte ich mich für die verschiedenen christlichen Schulen. Die Baptisten, Methodisten, Episcopalisten, Nazarener, Presbyterianer, Kirche Christi, Katholiken, Kirche Gottes und viele andere. Ich entwickelte geradezu einen Durst nach dem Evangelium oder wie wir es auch nannten: „Der Frohen Botschaft". Aber auch andere Religionen interessierten mich: Hinduismus, Judentum, Buddhismus, Esoterik und verschiedene Naturreligionen waren Gegenstand meiner Nachforschungen. Nur mit einer Religion setzte ich mich niemals ernsthaft auseinander, dem Islam. Warum? Gute Frage.

    Wie dem auch sei. Ich interessierte mich weiters sehr für Musik, vor allem Gospel und Klassik. Aufgrund meiner musischen Begabung war ich in verschiedenen Kirchen als musikalischer Leiter tätig. Ich gründete auch ein eigenes Musikstudio, „Estes Music Studios".

    Die folgenden dreißig Jahre arbeitete ich zusammen mit meinem Vater in verschiedenen Projekten. Wir organisierten Unterhaltungsprogramme, Aufführungen und Attraktionen. Wir führten auch Klavier und Orgelgeschäfte von Texas über Oklahoma bis Florida. Ich verdiente in dieser Zeit Millionen von Dollars, fand jedoch nie zu meiner inneren Ruhe. Viele Fragen beschäftigten mich: Weshalb wurde ich erschaffen? Was will Gott von mir? Wer ist Gott überhaupt? Warum glaube ich an die Erbsünde? Weshalb bekommen wir Menschen alle die Erbsünde Adams aufgebürgt? In unseren christlichen Gemeinden erhielt ich die Antwort, dass es sich um göttliche Mysterien handle, welche man nicht hinterfragen sollte, sondern glauben.

    Und dann gab es da noch das Konzept der Trinität, eine fundamentale christliche Doktrin, die kein Priester ausreichend erklären kann und dem menschlichen Verstand so grundsätzlich widerspricht.

    Im Jahre 1991 erlangte ich eines Tages die Erkenntnis, dass auch Muslime an die Bibel glauben. Wie kann das sein? Und mehr noch, sie glauben dass Jesus:

    · ein Prophet Gottes ist
    · auf eine wundersame Art ohne Vater geboren wurde
    · er war der Messias, der Christus, des Alten Testaments
    · er wurde zu Gott erhoben
    · und er wird in der Endzeit zurückkehren um die Gläubigen im Kampf gegen den Antichristen anzuführen

    Das war mir zu viel. Gerade auch weil die Evangelisten, mit denen ich viel umhergereist war, die Muslime und den Islam zutiefst hassten. Sie sagten sogar unwahre Dinge nur um Ängste vor dem Islam zu schüren. Warum sollte ich als Christ also irgendwas mit diesen Leuten gemein haben?

    Mein Vater war ein großer Unterstützer von kirchlicher Arbeit, insbesondere von Schulprogrammen. Er und seine Frau (meine Stiefmutter) waren persönlich mit verschiedenen Fernsehpredigern befreundet. So besuchten sie Oral Roberts und unterstützten den Bau des „Prayer Towers" in Tulsa. Sie unterstützten auch Jimmy Swaggart, Jim and Tammy Fae Bakker, Jerry Fallwell, John Haggi und wohl den größten Islamophoben Amerikas, Pat Robertson.

    Mein Vater und seine Frau nahmen auch Kassetten mit Predigten auf, welche sie kostenlos in Altenheimen und Spitälern verteilten. Im Jahre 1991 begann mein Vater eine geschäftliche Beziehung mit einem Ägypter. Er sagte mir ich sollte ihn treffen. Ich dachte erst toll, internationaler Flair, Pyramiden, Sphinx, der Nil und das alles, bis er sagte dieser Mann sei Moslem. Ich konnte meinen Ohren nicht trauen. Ein Moslem?!

    Ich klärte meinen Vater auf was Muslime sind: Terroristen, Entführer und was weiß ich noch alles. Sie glauben nicht an Gott, küssen den Boden fünfmal am Tag und verehren einen Kubus in der Wüste. Nein, sagte ich, den will ich nicht treffen! Mein Vater beruhigte mich und bestand darauf, dass ich ihn treffen sollte, er sei ein netter Kerl. So ließ ich mich überreden und stimmte zu.

    Aber unter meinen Bedingungen. Wir vereinbarten das Treffen am Sonntag, sodass ich mich im Sonntagsgottesdienst noch gut wappnen konnte. Ich nahm meine Bibel unter den Arm, mein großes Kreuz hing um den Hals und ich hatte eine Kappe mit der Aufschrift „Jesus is Lord" an. Meine Frau und meine beiden Töchter waren auch dabei und so waren wir bereit für unser erstes Treffen mit einem Moslem.

    Als ich dann ins Geschäft kam und meinen Vater fragte wo der „Moslem" nun sei, da zeigte er auf ihn: „Dort drüben." Baff! Ich stellte mir einen großen Mann, in weißem Kaftan, mit langem Bart und dicken schwarzen Augenbrauen vor. Was ich sah war jedoch ein kleiner glatzköpfiger Mann. Er kam gleich auf mich zu, begrüßte mich freundlich und gab mir einen kräftigen Händedruck. Das machte keinen Sinn. Ich dachte das sind alles Terroristen. Ich war verwirrt.

    Schnell versuchte ich zu Sinnen zu kommen. Dieser Kerl musste jedenfalls „erlöst" werden, ich und mein HERR würden das schon richten. So fragte ich ihn gleich nach einigen Einleitungsworten:

    „Glaubst Du an Gott?"
    Er sagte:"Ja"
    Gut dachte ich mir und fragte weiter: „Glaubst Du an Adam und Eva?"
    Wieder antwortete er: „Ja"
    Ich fragte: „Und was ist mit Abraham?"
    Worauf er antwortete: „Ja, auch an ihn glaube ich."
    Ich fragte: „Und Moses? Die zehn Gebote, die Spaltung des Roten Meers?"
    Und wieder sagte er: „Ich glaube daran."
    Ich fragte: „Was ist mit den anderen Propheten."
    Er sagte: „Auch daran glaube ich."
    Ich fragte: „Glaubst du an die Bibel?"
    Er sagte: „Ja."
    So, nun kam der Zeitpunkt für die große Frage: „Glaubst du an Jesus, dass er der Messias (der Christus) ist?"
    Wieder antwortete er: „Ja"

    Das war ja leichter als ich es mir erwartet hatte. Er stand kurz vor der Taufe nur wusste er es noch nicht. Und ich war derjenige der ihn erretten würde. Ich zeigte ihm ein wenig unsere Stadt und wir setzten uns in ein Kaffeehaus, um eine Tasse Tee zu trinken. Ich redete viel, während er meistens nur zuhörte. Er war ruhig, freundlich und zuvorkommend. Er würde sicher mal ein guter Christ werden.

    Ich stimmte meinem Vater dann natürlich zu, dass wir geschäftlich mit ihm einsteigen sollten. Ich reiste dann viel mit Mohammed, wie der Ägypter hieß, im Norden Texas umher, von Geschäft zu Geschäft. Auf der Autobahn stellte ich immer meine Lieblingsprogramme im Radio ein, um ein wenig die richtige Botschaft in das Herz dieses armen Menschen eindringen zu lassen. Wir sprachen über Gott, das Leben, die Erschaffung und die Botschaften der verschiedenen Propheten.

    Eines Tage erfuhr ich, dass mein Freund Mohammed etwas abrupt aus seiner Wohnung ausziehen musste und vorläufig in der Moschee unterkam. Also fragte ich meinen Vater ob Mohammed denn nicht bei uns im Landhaus ein Zimmer nehmen könnte. Mein Vater war einverstanden und mein Freund zog ein.

    Natürlich fand ich auch noch die Zeit mich mit einigen Priestern und Evangelisten zu treffen. Einer von ihnen lebte in Texas, nahe der mexikanischen Grenze. Ein anderer an der Grenze zu Oklahoma. Einer meiner Freunde hatte ein riesiges Holzkreuz, so groß wie ein Auto. Er schleppte es die Autobahn entlang. Einige Leute machten Halt und fragten ihn was los sei. Dann gab er ihnen Broschüren und Bücher über das Christentum. Eines Tages erlitt er einen Herzinfarkt und musste für lange Zeit ins Krankenhaus. Ich besuchte ihn wöchentlich und einmal nahm ich Mohammed mit. Ich hoffte wir könnten uns etwas über Religionen unterhalten, doch er war nicht sonderlich interessiert etwas über den Islam zu erfahren. Ein andermal kam der Zimmergenosse meines Freundes im Rollstuhl hereingefahren. Ich fragte ihn nach seinem Namen und er sagte dieser sei nicht von Bedeutung. Ich fragte ihn woher er denn komme, worauf er meinte: „Vom Jupiter". Ich fragte mich gerade ob ich hier in einer Herzambulanz bin oder in einem Irrenhaus.

    Ich wusste aber, dass dieser Mann wohl einsam und depressiv war und Hilfe brauchte. Deshalb habe ich begonnen ihm über Gott zu erzählen. Ich nahm meine Bibel und las aus dem Buche Jona. Die Geschichte mit dem Wal. Ich hielt sie für passend. Da wurde der Mann im Rollstuhl etwas nachdenklich und entschuldigte sich für sein schlechtes Benehmen vorhin. Und er wollte mir etwas beichten, worauf ich ihm entgegnete, dass ich kein Katholik sei und deshalb keine Beichte kenne. Er meinte, dass er das schon wisse und sagte: „Ich bin ein katholischer Priester". Ich war schockiert. Ich habe gerade versucht einem Priester das Christentum beizubringen. Was um alles in der Welt ist da los? Der Mann erzählte weiter, dass er zwölf Jahre als Missionar gearbeitet hatte, in Süd-, Mittelamerika und in New York. Auch er hatte Wohnungsprobleme und auch ihm bot ich unsere Landhaus an, was er dankend annahm.

    Auf der Heimfahrt wechselte ich mit dem Priester einige Worte über den Islam, und zu meinem Erstaunen hatte er viel Wissen über diese Dinge. Er sagte mir, dass katholische Priester in ihrer Ausbildung sehr viel über den Islam lernen würden. Das wusste ich nicht und versetzte mich in Erstaunen.

    Wir saßen oft gemeinsam am Esstisch. Meine Eltern, meine Frau, Mohammed, der katholische Priester und ich. Unser Hauptthema war, wie konnte es auch anders sein, meist die Religion. Mein Vater brachte immer die King James Bibelversion, ich hatte so eine revidierte Standardbibel, meine Frau bevorzugte moderne Ausgaben und der Priester hatte natürlich eine Katholische Bibel, welche sieben Bücher mehr enthielt, als die meinige. Darüber diskutierten wir natürlich viel. Welche Bibel ist die beste? Sodass uns kaum noch Zeit blieb Mohammed vom Christentum zu überzeugen.

    Wir fragten Mohammed wie es eigentlich mit den Qur'anausgaben der vergangenen 1400 Jahren wäre. Er sagte es gebe nur EINEN QUR'AN. Und dass er niemals verändert wurde. Er erzählte weiters dass viele Muslime den gesamten Qur'an auswendig beherrschen, was neben der schriftlichen Überlieferung geschah. So wurde er von Generation zu Generation buchstabengetreu weitergegeben.

    Das wollte ich nicht glauben. So waren die Originalsprachen der Bibel lange Zeit tote Sprachen, und die Originaldokumente waren zerstückelt und verloren gegangen. Wie konnte es also sein, dass die Muslime das mit Leichtigkeit schaffen, woran wir Christen verzweifeln?

    Eines Tages fragte der Priester Mohammed ob er ihn mal in die Moschee mitnehmen könnte. Er wollte sich etwas umsehen und sich ein Bild vor Ort machen. Als sie zurückkehrten konnten wir es nicht abwarten den Priester auszufragen was sie gesehen haben und welche Zeremonien er mitverfolgt hat. Er meinte sie hätten eigentlich nicht wirklich was gemacht. Plötzlich kamen alle, dann beteten sie und schon waren sie wieder weg. Ich fragte ihn: „Sie gingen einfach, ohne Predigten oder Gesang?" Er sagte: „Ja so war es."

    Einige Tage später begleitete der Priester Mohammed ein zweites Mal in die Moschee. Diesmal dauerte es länger und es wurde bereits Abend bis sie zurückkehrten. Als sie ankamen erkannte ich gleich Mohammed, wer aber war der Mann im langen, weißen Gewand neben ihm? Moment mal! Das war Pete, der Priester. Ich fragte ihn: „Pete?, bist du ein Moslem?" Und er sagte: „Ja. Heute, an diesem Tag, bin ich in den Islam eingetreten." Der Priester ist zum Islam übergetreten!! Was nun? Ich ging die Treppe hinauf aufs Zimmer und sprach mit meiner Frau darüber. Auch sie erklärte mir sie wolle den Islam annehmen, weil sie zur Ansicht gekommen sei, er sei die wahre Religion. Ich war völlig außer mir. Ich ging die Treppe hinab, und weckte Mohammed aus dem Schlaf. Wir setzten uns ins Wohnzimmer und diskutierten die ganze Nacht hindurch bis ins frühe Morgengrauen. Es war Zeit für Mohammed das Fajr-Gebet zu verrichten. Während er betete ging ich hinaus hinters Haus. Ich warf mich auf ein altes Holzbrett, welches am Boden lag, die Gebetsrichtung der Muslime verwendend.

    Mein ganzer Körper lag am Holzbrett, mein Gesicht am Boden und ich betete: „Oh mein Gott, erhöre mich und leite mich recht!" Nach einer Weile hob ich meinen Kopf vom Boden, und was war? Nichts! Ich sah weder Engel, noch Vögel, kein grelles Licht, einfach nichts. Aber ich fühlte eine innerliche Änderung. Mir war plötzlich mehr als je zuvor klar, dass ich nicht lügen, betrügen oder zweifelhafte Geschäfte abwickeln dürfte. Es war Zeit für mich ein wirklich ehrlicher, geradliniger und vertrauenswürdiger Mensch zu werden. Ich wusste was ich zu tun hatte. Ich ging die Treppen hinauf und nahm eine Dusche, mit der innerlichen Idee mir mein früheres Leben, mit all seinen Sünden, aus der Seele zu waschen. Und gleichzeitig wollte ich ein neues Leben beginnen, basierend auf Wahrheit und Wissen.

    Es war 11 Uhr Vormittags, als ich dann vor zwei Zeugen stand. Es waren der Ex-Priester Pete und mein Freund Mohammed. Sie waren zeugen meiner Schahada, dem Glaubensbekenntnis, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Mohammed Sein Prophet ist. Ich war Muslim! Einige Minuten später hatte sich auch meine Frau vorbereitet. Sie sprach ihre Schahada vor drei Zeugen, schließlich war nun auch ich dabei.

    Mein Vater forderte noch etwas Zeit und er war zurückhaltend. Doch auch er sprach einige Monate später sein Glaubensbekenntnis. Wir gingen fortan immer gemeinsam zur Moschee. Unsere Kinder nahmen wir aus der christlichen Schule und gaben sie in eine islamische. Heute, zehn Jahre später, haben sie viel gelernt. Sie rezitieren viele Suren des Korans auswendig und kennen die Grundlehren des Islam. Die Frau meines Vater brauchte am längsten um sich von ihren alten Vorstellungen zu lösen und die Wahrheit zu akzeptieren. Doch auch sie bezeugte letztendlich und wurde Muslima.

    Nun haltet inne und denkt nach. Ein ganzer Haushalt, mit verschiedenen Menschen und unterschiedlichen persönlichen Hintergründen, alle finden auf ihrer Suche nach der Wahrheit zum Islam und akzeptieren ihren Schöpfer und Erhalter. Ein katholischer Priester, ein Kirchenchorleiter und ein Gründer christlicher Schulen. Sie alle wurden Muslime. Nur durch die Barmherzigkeit Gottes war dies möglich, Er zeigte uns den Weg des Islam und öffnete unsere Augen der Wahrheit.

    Machen wir hier mal ein Ende. Ich bin sicher, dass Sie zumindest zugeben werden, dass diese Geschichte beeindruckend ist. Drei religiöse Menschen, die führende Positionen in ihren Gemeinden innehatten, aus verschiedenen Glaubensschulen, wechselten alle fast auf einmal in eine andere Religion und kurz darauf noch der Rest der Familie.

    In meiner späteren Arbeit begegnete ich noch vielen Menschen, die ein ähnliches Schicksal erlebt hatten. So traf ich einmal in der Nähe von Dallas einen Absolventen eines Baptisten Seminars, namens Joe. Er fand seinen Weg zum Islam als er den Koran las, während eines Studiengangs eines Baptistencolleges!

    Ich erinnere mich auch an einen anderen katholischen Priester, der soviel gutes über den Islam sprach, dass ich ihn einmal fragte, weshalb er eigentlich nicht zum Islam übertreten würde? Er antwortete: „Wie? Und meinen Job verlieren?" - Sein Name ist Vater John und ich habe noch Hoffnung, dass er den Islam annehmen wird.

    Noch mehr? Ja. Ich begegnete auch einem ehemaligen Missionar, der acht Jahre in Afrika tätig war. Dort lernte er über den Islam und nahm die Religion an. Er heißt jetzt Omar und lebt in Dallas. Auch einen ehemaligen Bischof der russisch orthodoxen Kirche durfte ich persönlich kennenlernen. Er legte sein Amt zurück und wurde Muslim.

    Seit meinem Eintritt in den Islam und durch meine Arbeit als Vertreter muslimischer Organisationen, konnte ich viele Menschen kennenlernen, hier in den Staaten und anderswo. Viele von ihnen waren vormals Katholiken, Protestanten, Hindus, Juden, Jehovas Zeugen, Orthodoxe, ägyptische Kopten oder Atheisten. Sie alle hatten ihren ehemaligen Glauben verlassen und die Wahrheit akzeptiert: Den Islam.

    Ich möchte einen Weg vorschlagen, um mit klaren Mitteln die Wahrheit zu finden, und die Seele zu reinigen. Es sind neun Schritte:

    1. Komme zu klarem Verstand, reinige dein Herz und deine Seele, bereite Dich vor
    2. Vergiss all die Vorurteile und Verleumdungen
    3. Lies eine gute Übersetzung des Korans
    4. Nimm Dir dabei Zeit
    5. Lies genau und reflektiere die Informationen auf Dich
    6. Denke nach und bete
    7. Bitte deinen Erschaffer Dir den rechten Weg zu zeigen
    8. Mach dies regelmäßig für einige Monate, sei ehrlich zu Dir selbst
    9. Lass dich niemals von anderen beeinflussen, die Dich mit ihren vorgefertigten Meinungen vom Weg abbringen wollen

    Der Rest ist zwischen Dir und dem Allmächtigen, dem Herrn der Welten. Möge Allah Dich auf der Reise zur Wahrheit begleiten. Amen. Und möge Er Dein Herz und deine Seele zum Islam öffnen. Amen. Der Friede sei mit Dir und die Rechtleitung Allahs.

    Dein Freund,

    Yusuf Estes

Share This Page