:salam2:
Leider hat sich die Angewohnheit verbreitet, islamisches Wissen ohne Beweise weiterzugeben. Jedem ist es sicher schon einmal passiert, das man ohne authentische Quelle gesagt hat, „der Imam hat gesagt…", „mein Mann hat gesagt…". Der Islam jedoch besteht aus dem Qur´an und aus der Sunnah des Propheten (saws). Wir dürfen kein islamisches Urteil (Fatwa) ohne Beweise geben, auch keine Antwort „einfach mal so". Denn wie schwerwiegend ist es, über Allah (swt) oder über Seinen Gesandten (saws) zu lügen!
Leider hat sich die Angewohnheit verbreitet, islamisches Wissen ohne Beweise weiterzugeben. Jedem ist es sicher schon einmal passiert, das man ohne authentische Quelle gesagt hat, „der Imam hat gesagt…", „mein Mann hat gesagt…". Der Islam jedoch besteht aus dem Qur´an und aus der Sunnah des Propheten (saws). Wir dürfen kein islamisches Urteil (Fatwa) ohne Beweise geben, auch keine Antwort „einfach mal so". Denn wie schwerwiegend ist es, über Allah (swt) oder über Seinen Gesandten (saws) zu lügen!
„Und diejenigen, die danach eine Lüge gegen Allah erdichten, sind die Ungerechten."3:94
„Und wer ist ungerechter als derjenige, der eine Lüge gegen Allah ersinnt oder Seine Verse für Lüge erklärt? Wahrlich, die Ungerechten erlangen keinen Erfolg." 6:21
„Wer ist wohl ungerechter als jener, der eine Lüge gegen Allah erdichtet oder Seine Zeichen für Lüge erklärt? Wahrlich, die Verbrecher haben keinen Erfolg." 10:17
„"…Warum bringen sie dann keinen klaren Beweis dafür? Und wer verübt einen größeren Frevel, als der, der eine Lüge gegen Allah erdichtet?" 18:15
„Wer ist wohl frevelhafter als der, der eine Lüge gegen Allah erdichtet oder Seine Zeichen der Lüge bezichtigt?" 7:37
„…Wisst ihr es denn besser als Allah?"
„…Wisst ihr es denn besser als Allah?"
„…Oder sagt ihr etwa über Allah, was ihr nicht wisst?" 2:80
Ali (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Lügt nicht über mich; denn wer über mich lügt, der geht ins Höllenfeuer!"
(Der Imam Ibn Hadschar schließt in seinem Kommentar noch folgende Bedeutungen ein: Belügt mich nicht, bezichtigt mich nicht der Lüge und verbreitet keine Lüge über mich.) Sahih Muslim .) „Über mich zu lügen ist nicht wie über irgendjemanden zu lügen. Jemand, der über mich Lügen erzählt wird seinen Platz in der Hölle einnehmen." Buchari 1229
(der Hadith ist mutawatir)
Einige Gelehrte sind sogar der Ansicht, dass jemand, der absichtlich eine Lüge über den Gesandten (saws) erzählt, zum Kafir wird, andere sagen, dass es „nur" eine der großen Sünden (Kaba´ir) ist. Dies ist unter anderem abhängig vom Inhalt des Erzählten.
Oder wie ernsthaft ist die Angelegenheit, etwas zu behaupten und einer folgt dieser Aussage und praktiziert den Islam falsch und gibt das falsch Gelernte sogar noch weiter! (Eine Tatsache, die über die Jahrhunderte zu vielen Irrtümern und falschen Praktiken geführt hat).
Um zu sagen, was halal und was haram ist, beziehen wir uns auf das Wort Allahs, die Sunna, die Aussagen der Sahaba (Gefährten des Propheten) und Schüler der Sahaba, also den ersten Generationen des Islams, und dem Idschtihad (der Urteilsfindung) der Gelehrten, die sich dabei auf die eben genannten Quellen der Schari´a berufen.
Es ist auch nicht erlaubt, eine Aussage oder Fatwa zu geben, die auf blindem Folgen von Meinungen (ohne Beweise) beruht, denn der Nachahmer ist kein Alim und darf daher keine Fatwa geben. Ibn Batta sagte z.B., dass man solch eine Fatwa nicht weitergeben darf, die man gehört hat, sondern nur für sich selber verwenden soll.
Man darf generell keine Meinung weitergeben, wenn man deren Beweise nicht kennt. Und selbst wenn man Beweise kennt, sollte man sich damit zurückhalten, weil man die Argumente und Beweise anderer Meinungen nicht kennt und somit nicht sicher abwägen kann, was nun wirklich den Quellen des Islam am ehesten entspricht.
Wenn wir in den uns bekannten Texten keinen Hinweis finden, so müssen wir uns an vertrauenswürdige Gelehrte wenden, deren Meinungen wir wegen den Beweisen befolgen, nicht weil wir uns emotional an sie gebunden fühlen.
Natürlich ist es meist einfacher und schneller zu sagen „das ist soundso", aber warum bringt man nicht den Beweis dazu, wenn man es doch angeblich weiß. Wissen wir etwas wirklich, dann müssen wir dazu auch den Beweis kennen, anderenfalls wissen wir es nicht und müssen uns erst einmal selber informieren, bevor wir andere dazu verleiten, das Unsichere zu praktizieren.
Als Abschluss:
Bitte sprecht (bzw. schreibt) nie ohne Beweis. Behauptet nicht einfach etwas, sondern bemüht Euch, vorher Wissen zu haben. Dabei sollte man die allgemeinen Grundlagen des islamischen Rechts beachten, dass alles erlaubt ist, außer es wurde durch einen Text verboten also derjenige, der sagt, dass etwas verboten ist, der muss auch den Beweis bringen, nicht umgekehrt. Anders allerdings in Angelegenheiten wie der Aqida (Glaubensthema) (und des Bereiches der sog. Ibadat, wie Gebet, Fasten etc.) hier darf nichts ohne Beweis geglaubt oder praktiziert werden, denn in diesem Bereich kann man nicht mit Logik argumentieren (z.B. ob es logischer ist vier oder fünf Reka zu beten).
Bedenkt und macht Euch bewusst, dass Ihr dafür verantwortlich seid, was Ihr über Allah (swt) und den Gesandten (saws) behauptet und dafür, dass jemand Eure Antwort akzeptiert und danach handelt.
Der Tag der Auferstehung ist die Wahrheit, alhamdulillah, und wir werden dafür bestraft werden, wenn wir Menschen wissentlich Irregeleitet haben! Wer etwas unwissend behauptet, sollte besser schweigen, das ist sicherer für ihn. Wer etwas wissentlich weitergibt, sollte auch selber wissen, dass Allah (swt) nicht nur barmherzig ist, sondern auch hart im Strafen!
Und an diesem Tage wird jeder über jedes einzelne Wort, das er je gesprochen hat Rechenschaft ablegen müssen.
Gepriesen sei er, der Gerechte. Erhaben sei Er über das, was wir an Lügen über Ihn sagen.
Alles was ich an Falschem und Schlechtem geschrieben habe kommt von mir und meinem Schaitan, meinem Nafs und alles Gute und Richtige darin kommt von Allah. Ich bitte Ihn, meine Taten zu akzeptieren und uns recht zu leiten. Ameen.
Ali (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Lügt nicht über mich; denn wer über mich lügt, der geht ins Höllenfeuer!"
(Der Imam Ibn Hadschar schließt in seinem Kommentar noch folgende Bedeutungen ein: Belügt mich nicht, bezichtigt mich nicht der Lüge und verbreitet keine Lüge über mich.) Sahih Muslim .) „Über mich zu lügen ist nicht wie über irgendjemanden zu lügen. Jemand, der über mich Lügen erzählt wird seinen Platz in der Hölle einnehmen." Buchari 1229
(der Hadith ist mutawatir)
Einige Gelehrte sind sogar der Ansicht, dass jemand, der absichtlich eine Lüge über den Gesandten (saws) erzählt, zum Kafir wird, andere sagen, dass es „nur" eine der großen Sünden (Kaba´ir) ist. Dies ist unter anderem abhängig vom Inhalt des Erzählten.
Oder wie ernsthaft ist die Angelegenheit, etwas zu behaupten und einer folgt dieser Aussage und praktiziert den Islam falsch und gibt das falsch Gelernte sogar noch weiter! (Eine Tatsache, die über die Jahrhunderte zu vielen Irrtümern und falschen Praktiken geführt hat).
Um zu sagen, was halal und was haram ist, beziehen wir uns auf das Wort Allahs, die Sunna, die Aussagen der Sahaba (Gefährten des Propheten) und Schüler der Sahaba, also den ersten Generationen des Islams, und dem Idschtihad (der Urteilsfindung) der Gelehrten, die sich dabei auf die eben genannten Quellen der Schari´a berufen.
Es ist auch nicht erlaubt, eine Aussage oder Fatwa zu geben, die auf blindem Folgen von Meinungen (ohne Beweise) beruht, denn der Nachahmer ist kein Alim und darf daher keine Fatwa geben. Ibn Batta sagte z.B., dass man solch eine Fatwa nicht weitergeben darf, die man gehört hat, sondern nur für sich selber verwenden soll.
Man darf generell keine Meinung weitergeben, wenn man deren Beweise nicht kennt. Und selbst wenn man Beweise kennt, sollte man sich damit zurückhalten, weil man die Argumente und Beweise anderer Meinungen nicht kennt und somit nicht sicher abwägen kann, was nun wirklich den Quellen des Islam am ehesten entspricht.
Wenn wir in den uns bekannten Texten keinen Hinweis finden, so müssen wir uns an vertrauenswürdige Gelehrte wenden, deren Meinungen wir wegen den Beweisen befolgen, nicht weil wir uns emotional an sie gebunden fühlen.
„…frage jene, die wissen, wenn ihr es nicht wisst." 16:43
Diese Gelehrten sind als einzige dazu fähig, Idschtihad zu machen, oder Analogieschlüsse zu ziehen, denn sie beobachten allgemeine Grundsätze der Schari´a, sehen, was gut und was schlecht ist und beachten Notwendigkeiten, Ausnahmen, usw.
Natürlich ist es meist einfacher und schneller zu sagen „das ist soundso", aber warum bringt man nicht den Beweis dazu, wenn man es doch angeblich weiß. Wissen wir etwas wirklich, dann müssen wir dazu auch den Beweis kennen, anderenfalls wissen wir es nicht und müssen uns erst einmal selber informieren, bevor wir andere dazu verleiten, das Unsichere zu praktizieren.
„Und wenn du der Mehrzahl derer folgst, die auf der Erde sind, führen sie dich vom Wege Allahs ab in die Irre. Sie gehen nur Vermutungen nach und raten nur (statt Sicheres zu wissen)." Surat al An´am 116
„Wer ist also ungerechter als der, welcher eine Lüge gegen Allah ersinnt, um die Leute ohne Wissen irrezuführen?" 6:114
„Die meisten von ihnen gehen nur Vermutungen nach. Und Vermutungen helfen hinsichtlich der Wahrheit nichts. Allah weiß Bescheid über das, was sie tun." Sura Yunus:36
Der Islam besteht aus Beweisen, denn ohne Beweise kann sich jeder selber seinen „eigenen kleinen Islam" zusammenschustern und davon profitieren auch die verschiedenen Gruppen und Sekten inner- und außerhalb des Islam. „Wer ist also ungerechter als der, welcher eine Lüge gegen Allah ersinnt, um die Leute ohne Wissen irrezuführen?" 6:114
„Die meisten von ihnen gehen nur Vermutungen nach. Und Vermutungen helfen hinsichtlich der Wahrheit nichts. Allah weiß Bescheid über das, was sie tun." Sura Yunus:36
„Und unter den Menschen gibt es solche, die leeres Gerede vorziehen, um (Menschen) ohne Wissen von Allahs Weg hinweg in die Irre zu führen, und um damit Spott zu treiben. Solchen (Menschen) harrt eine schmähliche Strafe." 31:5
„Diejenigen, welche die große Lüge vorbrachten, bilden eine Gruppe von euch. Glaubt nicht, dies sei übel für euch; im Gegenteil, es gereicht euch zum Guten. Jedem von ihnen soll die Sünde, die er begangen hat, (vergolten werden); und der von ihnen, der den Hauptanteil daran verschuldete, soll eine schwere Strafe erleiden." 24:11
Als Abschluss:
Bitte sprecht (bzw. schreibt) nie ohne Beweis. Behauptet nicht einfach etwas, sondern bemüht Euch, vorher Wissen zu haben. Dabei sollte man die allgemeinen Grundlagen des islamischen Rechts beachten, dass alles erlaubt ist, außer es wurde durch einen Text verboten also derjenige, der sagt, dass etwas verboten ist, der muss auch den Beweis bringen, nicht umgekehrt. Anders allerdings in Angelegenheiten wie der Aqida (Glaubensthema) (und des Bereiches der sog. Ibadat, wie Gebet, Fasten etc.) hier darf nichts ohne Beweis geglaubt oder praktiziert werden, denn in diesem Bereich kann man nicht mit Logik argumentieren (z.B. ob es logischer ist vier oder fünf Reka zu beten).
Bedenkt und macht Euch bewusst, dass Ihr dafür verantwortlich seid, was Ihr über Allah (swt) und den Gesandten (saws) behauptet und dafür, dass jemand Eure Antwort akzeptiert und danach handelt.
Der Tag der Auferstehung ist die Wahrheit, alhamdulillah, und wir werden dafür bestraft werden, wenn wir Menschen wissentlich Irregeleitet haben! Wer etwas unwissend behauptet, sollte besser schweigen, das ist sicherer für ihn. Wer etwas wissentlich weitergibt, sollte auch selber wissen, dass Allah (swt) nicht nur barmherzig ist, sondern auch hart im Strafen!
Und an diesem Tage wird jeder über jedes einzelne Wort, das er je gesprochen hat Rechenschaft ablegen müssen.
Gepriesen sei er, der Gerechte. Erhaben sei Er über das, was wir an Lügen über Ihn sagen.
Alles was ich an Falschem und Schlechtem geschrieben habe kommt von mir und meinem Schaitan, meinem Nafs und alles Gute und Richtige darin kommt von Allah. Ich bitte Ihn, meine Taten zu akzeptieren und uns recht zu leiten. Ameen.
Unter Verwendung von Auszügen von Islam Q&A