Die meisten Missverständnisse über den Islam

Discussion in 'Deutsch - German' started by macoooo, Aug 4, 2017.

  1. macoooo
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    Mehrehe
    Die Ehe mit mehr als einer Frau ist eine übernommene Sache, die schon in den früheren Religionen praktiziert wurde und fest verankert war. Sie ist so alt wie die Menschheit selbst. Alle vorangegangenen Religionen praktizierten, akzeptierten und verziehen die Polygamie. Das Alte Testament im Besonderen und die Bibel im Allgemeinen führen die Liste der religiösen Bücher an, die diese Handlungsweise erwähnten und gesetzlich erlaubten. Viele der früheren Propheten vor Muhammad (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) führten mehrere Ehen. Der Prophet Abraham (´alaihi salaam. Friede sei mit ihm) hatte zwei Frauen, der Prophet Jakob (´alaihi salaam. Friede sei mit ihm) hatte vier Frauen.

    Der Prophet Salomo hatte viele Frauen. Daran können wir erkennen, dass die Mehrehe keine neue Sache ist und nicht nur dem Islam zugerechnet werden kann. Es ist in der Tat eine alte Handlungsweise, genauso alt wie die Geschichte der Menschen auf der Erde. Im alten Testament wurde festgestellt:
    "Eine Schwester sollte nicht als zweite Frau genommen werden, damit eine der anderen nicht zu ihren Lebzeiten schadet." (Das Alte Testament und das Neue Testament", American Old Testament Society und British Old Testament Society, Kairo 1938.)
    Daran sehen wir, dass das Alte Testament die Idee der Mehrehe selbst nicht verbot, sondern dem Mann verbot, die Schwester seiner existierenden Ehefrau als Zweitfrau zu nehmen, wenn die Erste noch lebt.(Dies ist auch im Islam verboten.)
    Desweiteren stellte das Alte Testament fest, dass der Prophet David (´alaihi salaam. Friede sei mit ihm) neunundneunzig Frauen hatte. Es stellte auch fest, dass der Prophet Salomo (´alaihi salaam. Friede sei mit ihm) siebenhundert Frauen hatte, bei denen es sich um freie, edle Frauen handelte und weitere dreihundert Frauen, die Sklavinnen waren.

    Als der Prophet Moses (´alaihi salaam. Friede sei mit ihm) mit dem Prophetentum entsandt wurde, akzeptierte er die Idee der Mehrehe und legte keine spezielle Zahl der Frauen fest, die ein Mann heiraten durfte. Später entschied sich das Volk Talmud, das um Jerusalem herum lebte, für eine bestimmte Anzahl von Frauen für einen Mann. Diese Entscheidung stammte weder von Moses u noch vom Alten Testament. Trotzdem erlaubten

    manche jüdische Gelehrte eine zweite Ehefrau, wenn die erste Frau dauernd krank oder unfruchtbar war, während andere jüdische Gelehrte überhaupt keine Mehrehen erlaubten.
    Was die Bibel angeht, so wissen wir alle, dass Jesus u mit dem vollständigen Gesetz Mose u gesandt worden ist, und wir können in der Bibel kein einziges Zitat finden, das die Mehrehe verbietet. Tatsächlich kam es erst als Ergebnis der Gesetzgebung der Kirche zu einem Verbot der Mehrehe im Christentum, aber nicht durch die christlichen Originallehren.
    Der irische König Ditharmet besaß zum Beispiel zwei Ehefrauen. (Western Mark, Geschichte der Ehe.) König Friedrich der Zweite hatte zwei Frauen mit Einwilligung der Kirche.


    Da sehen wir, dass die Erlaubnis und das Verbot völlig in der Hand der Priester der Kirche lag und nicht in Einklang mit den Originallehren des Christentums stehen musste.
    Martin Luther, der Deutsche, der die Protestantische Kirche gründete, betrachtete die Mehrehe als annehmbares und verzeihbares Prinzip, und er selbst befürwortete es bei vielen Gelegenheiten.(Abbas M. Al-´Akkad, Frauen im Qur´an al-Karim.)
    Tatsächlich erlaubte Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) im Alten Testament bestimmten Leuten unter außerordentlichen Umständen die Mehrehe. Dem Christen, der diesen Einzelpersonen nacheifern wollte, ist dies nur erlaubt, wenn seine besonderen Umstände den Umständen derjenigen Individuen ähneln, denen es erlaubt war, mehrere Ehen einzugehen. Die Mehrehe ist in jedem Fall einer Scheidung vorzuziehen.


    Andererseits verbietet die moderne Kirche unter der Herrschaft des Papstes die Polygamie oder Mehrehe. Zum Beispiel:
    • Die Orthodoxen verbieten jedem einzelnen Ehegatten, eine andere Ehe einzugehen, solange die erste Ehe noch existiert.
    • Die Orthodoxen erlauben jedem einzelnen Ehegatten keinen zweiten Ehevertrag, bis der erste Ehevertrag nicht annulliert ist.
    • Die Orthodoxen betrachten eine existierende Ehe als Hauptgrund, um eine neue (zweite oder weitere) Ehe zu verbieten.
    Die Mehrehe im Islam - Ahmed Deedat - YouTube


    Die Mehrehe im Islam - Pierre Vogel - YouTube

  2. macoooo
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    Die Mehrehe war bei den arabischen Stämmen vor dem Islam sehr weit verbreitet. Es gab keine Begrenzung für die Anzahl der Ehefrauen, die ein Mann heiraten konnte. Mit der Ankunft des Islam wurde die Mehrehe eingeschränkt. Dem Mann war nur noch erlaubt, bis zu vier Frauen zu ehelichen. Desweiteren setzte der Islam bestimmte Regeln und Gesetze ein, um diese wichtige Sache in dem gesellschaftlichen Leben der Muslime zu organisieren, kontrollieren und regeln.

    Es wird berichtet, dass `Umar al-Azdiy sagte: "Als ich den Islam annahm, war ich mit acht Frauen verheiratet. Ich sprach darüber mit dem Gesandten Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm), der sagte:

    "Behalte nur vier, und scheide die anderen vier."(Dieser Hadith wurde bei Abu Dawud berichtet.)

    Die Polygamie war auch bei den Ägyptern, Persern, Assyrern, Japanern und Hindus sehr weit verbreitet. Die Russen und germanischen Stämme praktizierten sie, wie auch manche griechischen Könige. Daran können wir sehen, dass es sich bei der Mehrehe nicht um eine neue eingeführte Sache handelt, die nur von den Muslimen praktiziert und angewendet wird und nur im Islam erlaubt ist. Viele der früheren Nationen kannten sie und praktizierten sie in ihrer Gesellschaft.

    Nach den Islamischen Prinzipien unterliegt die Polygamie bestimmten Regeln, Gesetzen und Bedingungen.
    Als Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) die Mehrehe erlaubte, legte Er bestimmte Vorbedingungen fest: Gerechtigkeit und Fairness in der Behandlung, Vermeidung von Ungerechtigkeit und schlechten Handlungen gegenüber allen Frauen. Der Gesandte Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:
    "Derjenige, der zwei Frauen hat und nicht Gerechtigkeit, Fairness und Gleichheit unter ihnen zeigt, wird am Tag der Wiedererweckung mit einer gelähmten Seite kommen."(Dieser Hadith wurde bei Tirmidhi berichtet.)


    Gerechtigkeit und Fairness bezieht sich in diesem Zusammenhang auf materielle Dinge wie Geldausgaben, gerechte Teilung von Gütern, Geschenken, Zeit, usw. Was emotionale Dinge betrifft, wie Liebe und Vorliebe zu einer Frau vor der anderen, wird bemerkt, dass der Mann sein Herz und seine Gefühle nicht kontrollieren kann.
    Gefühle und Emotionen sind unwillkürlich. Daher kann man ihnen dafür keine Vorwürfe machen. `Aìschah (radia-llahu ´anhum Allahs Wohlgefallen auf ihnen), die Mutter der Gläubigen und Ehefrau des Propheten Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm), sagte: "Der Gesandte Allahs teilte alles unter seinen Ehefrauen gerecht auf. Trotzdem pflegte er zu sagen:


    Oh Allah! Dies ist die faire Art, was ich besitze, unter meinen Frauen aufzuteilen. Oh Allah! Wirf mir nichts vor, was nur Du allein besitzt und ich nicht, d.h. das Herz, die Gefühle und Emotionen eines Mannes."(Dieser Hadith wurde bei Abu Dawud, Nasaa´ii, at-Tirmidhi und Ibn Majah berichtet.)


  3. macoooo
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    Fähigkeit einen anderen Haushalt zu unterhalten
    Wenn der Mann mit Sicherheit weiss, dass er finanziell nicht in der Lage ist, eine andere Frau und einen anderen Haushalt zu unterhalten, darf er keine weitere Ehe eingehen. Einem Ehemann ist es desweiteren nicht erlaubt, mehr als vier Frauen zu heiraten, wie schon in dem Hadith erwähnt.
    Wir wollen hier ein paar Punkte zusammenstellen, die einen Mann häufig ermutigen, über eine weitere Ehe nachzudenken. Wir müssen untersuchen, ob Polygamie in der Gesellschaft eine gute oder schlechte Sache ist. Wir wollen auch wissen, ob es für die Frau gut oder schlecht ist, ob es in ihrem Interesse steht oder nicht:

    1. a) Wenn eine Frau steril ist, und der Ehemann möchte gerne Kinder haben; was ist das beste für die Frau: geschieden zu werden, ohne dass sie eine Sünde oder ein Verbrechen begangen hätte (und eine Last für sich selbst und die Gesellschaft werden, wenn sie ihr Einkommen nicht selbst bestreiten kann und es niemanden gibt, der sie finanziell unterstützt) oder im Haushalt ihres Ehegatten gemeinsam mit seiner anderen zu verbleiben?

    2. b) Wenn eine Frau unheilbar krank ist und sie kann ihre ehelichen Pflichten nicht erfüllen; was ist in ihrem Fall besser: geschieden zu werden, oder dass eine zweite Frau hinzukommt, wobei sie vollkommen geehrt, versorgt und von ihrem Ehemann unterhalten wird?

    3. c) Manche Männer sind sexuell fordernd. Eine Frau könnte nicht in der Lage sein, das erlaubte Verlangen ihres Gatten zu erfüllen. Oder wenn ihre Menstruation oder ihre Wochenbett-zeit (nach einer Geburt) beträchtlich länger als normal ist, oder sie besitzt kein sexuelles Verlangen, das dem ihres Gatten entspricht; was ist für beide, Ehemann und Ehefrau, in einem solchen Fall besser? Ist es besser für den Mann, irgendwo anders, außerhalb der Ehe, auf unerlaubte Weise sein sexuelles Verlangen zu befriedigen, oder eine zweite rechtmäßige Frau zu nehmen, die ihn rein hält?

    4. d) Es gibt keinen Zweifel daran, dass wiederholte internationale Kriege und Bürgerkriege in verschiedenen Teilen der Welt ihren Tribut an Männern gefordert haben. Daher ist die Zahl der Frauen in vielen Ländern höher als die der Männer. Die besten Beispiele sind dafür der Erste und der Zweite Weltkrieg, in denen viele Männer, die an den Kämpfen teilgenommen hatten, getötet wurden. Statistiken belegen, dass über 20 Millionen Männer während dieser Kriege gefallen sind. Wenn also jeder Mann nur eine Frau heiratet, wie ist dann das Schicksal der Frauen, die nicht die Gelegenheit haben, mit einer erlaubten Heirat ihre Bedürfnisse zu erfüllen? Sollten solche Frauen versuchen, ihr sexuelles Verlangen auf unerlaubte Weise wie Unzucht, Ehebruch und lesbische Beziehungen zu erfüllen? Die Vielzahl von Frauen ohne Ehemann, oder Männern, die für sie sorgen, trägt dazu bei, Korruption und unrechtmäßige sexuelle Aktivitäten in der Gesellschaft zu verbreiten.


    5. e) Eine andere Konsequenz der Kriege ist das Vorhandensein von vielen Witwen, Geschiedenen und alten Jungfern in den Gesellschaften. Was ist für Frauen in ihren Situationen besser: allein zu bleiben und unter allen Schwierigkeiten des Lebens und seinen fordernden Bedürfnissen zu leiden oder eine Ehe als zweite Frau mit einem ehrlichen, beschützenden, ehrbaren und reinen Ehemann anzunehmen?

    Polygamie im Islam Ahmad Deedat - YouTube




    Polygamie im Islam: Diskussionsgrundlagen für die Dawah ...

  4. macoooo
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    Polygamie existiert in allen modernen Gesellschaften. Dies ist zweifellos eine sehr allgemeine Feststellung, aber es ist sehr treffend und wahr. In allen anderen Gesellschaften, abgesehen von der muslimischen Gesellschaft, besteht die Polygamie in Form von Geliebten, Liebchen, Freundinnen, Begleiterinnen, gewöhnlichen gesetzlichen Ehen usw. Diese Formen der

    Polygamie sind weit verbreitet und in ihren verschiedenen Ausformungen endlos. Der einzige Unterschied dabei ist die Bezeichnung, d.h. die für die Frau. Gemäß dem Islam genießt eine zweite Frau alle Rechte und Privilegien, die auch die erste Gattin besitzt. Dies ist bei den Mann-Frau-Beziehungen in den modernen Gesellschaften nicht der Fall, wenn keine Heirat stattfindet. Diese Arten von Beziehungen verpflichten den Mann (der sich vollständig wie ein Ehemann verhält, was das

    Zusammenleben, die ehelichen Beziehungen, Gesellschaft, usw. angeht) nicht, irgendetwas Spezielles für eine solche Frau zu tun, sie finanziell zu unterstützen, die Beziehung zu ihr fortzusetzen, usw. Eine derartige Beziehung hat keine recht-mäßige Grundlage (auch wenn manche Länder es als eine gewöhnliche Sache annehmen). Diese Art der Beziehung zwischen Mann und Frau ist eine lediglich billige und vergnügliche. Sie besitzt keine eigenen Werte, worauf sie besteht. Sie besteht nur, um die sexuellen Interessen der beiden beteiligten Parteien zu erfüllen. Keiner Seite werden

    irgendwelche finanziellen, gesellschaftlichen oder emotionalen Verpflichtungen auferlegt. Wenn die Frau schwanger wird, ist das ihr eigenes Problem, und wir alle wissen, dass ein aussereheliches Kind als "unrechtmäßiges" Kind abgestempelt wird, das nichts als eine Last für die gesamte Gesellschaft ist.
    Der Mann im Allgemeinen ist nicht verpflichtet, das Kind als das Seine anzunehmen, und ist nicht verpflichtet, finanzielle Verantwortlichkeit für das Kind zu übernehmen.


    Was das Konzept und die Praxis der Polygamie in der Islamischen Gesellschaft angeht, so ist sie auf vier Ehefrauen beschränkt. Sie muss rechtmäßig und gesetzlich mit einem Ehevertrag und Zeugen geschlossen werden, und der Mann muss alle finanziellen Lasten und Verantwortungen, die von seiner Ehe herrühren, übernehmen. Der Ehemann muss der Frau, die er heiratet, ein Brautgeld zahlen, und er muss alle Ausgaben der Frau, ihrer Kinder und des Haushalts tragen. Alle Kinder aus dieser Ehe sind "eheliche" Kinder, die unter der Fürsorge und Verantwortlichkeit beider Eltern aufwachsen müssen.



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